06 Mai 2020

Wie du mit dem Sparen anfängst

Das mit dem Sparen ist ja oft so eine Sache. Statt Geld zur Seite zu legen, gehörst du vielleicht auch zu denjenigen, die bereits mitten im Monat knapp bei Kasse sind. Doch Teil des Älterwerdens ist es nun mal sich ein paar Rücklagen aufzubauen.

Aber warum?

Tatsächlich hat jeder dritte Deutsche keine Ersparnisse. Fällt, wie jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie, das Einkommen weg oder passieren unverhoffte Ereignisse (denk an eine Autoreparatur oder Steuernachzahlungen), kann das schneller zum Problem werden, als einem lieb ist. Ganz zu schweigen von deinen Träumen, die damit in weite Ferne rücken.

Überzeugt! Wo fange ich an?

Verschaffe dir am besten erst einmal einen Überblick über deine Finanzen. Sobald du weißt, wo dein Geld jeden Monat hingeht, lässt sich nämlich auch sagen bei welchen Dingen zu sparen kannst. Möglicherweise stellst du fest, da gibt es das ein oder andere Abo, bei dem du einfach nur vergessen hast nach dem Probemonat zu kündigen. Kann passieren! Damit du aber auch in Zukunft alles im Blick behältst, helfen dir Apps wie N26 oder Mint beim Kategorisieren deiner Ausgaben. Mit diesem Wissen geht es dann an die Budgetplanung.

Wie viel sollte ich denn sparen?

Gute Frage! Da spielen natürlich einige Kriterien eine Rolle: es hängt nicht nur von deinem monatlichen Einkommen ab, sondern auch deinem Lebensstandard und deiner Zukunftsplanung. Einige Experten empfehlen jedoch die 50/30/20 Regel. Sprich, die Hälfte deines Einkommens gibst du für Dinge aus, die du brauchst, rund ein Drittel nutzt du, um das Leben zu genießen (denk an Hobbies, Reisen oder eben auch Wein) und der Rest wird ins Sparschwein geworfen oder auch investiert. Und auch wenn diese Methode nichts für dich sein mag, du solltest in jedem Fall klare Ziele verfolgen. Lege eine Summe fest, die du im Laufe eines spezifischen Zeitraums zur Seite legen willst.

Kannst du auch noch das „wie“ beantworten?

Klaro! Hier sind direkt einmal ein paar Beispiele, die dir den Anfang hoffentlich ein wenig leichter machen:

Essen: Du musst deshalb nicht bei der Qualität sparen, sondern einfach smarter einkaufen.  Die gute alte Einkaufsliste wird am besten deine neue Shoppingfreundin, damit auch wirklich nur das im Einkaufswagen landet, was du brauchst. Große Packungen lohnen sich meist mehr als kleine. Natürlich unter der Bedingung, dass du am Ende nicht die Hälfte wegwirfst. Achte deshalb auf Lebensmittel mit einer längeren Haltbarkeit.

– Pro Tipp: Markenprodukte springen dir meist direkt ins Auge. Die günstigeren Eigenprodukte sind hingegen meist gut versteckt am unteren Ende des Regals. Du musst dich also nur bücken, um Geld zu sparen.

Haushalt: Die Nebenkostenabrechnung ist so eine Sache. Schließlich hat auch das Wetter einen Einfluss darauf. Damit du auf der sicheren Seite bist, vergleichst du deshalb am besten direkt mal deinen Stromanbieter. Ansonsten lautet die Devise: Stecker ziehen und den Standby-Modus ausschalten.

– Wenn es hart auf hart kommt: das Corona-Gesetzt bietet dir auch die Möglichkeit deine Miete sowie andere Nebenkostenzahlungen (denk an: Wasser, Strom und das Internet) vorerst bis Juni zu stunden. Das sollte aber wirklich die letzte Konsequenz sein, da die Forderungen im Anschluss natürlich fällig sind – oftmals inklusive Zinsen.

Abos: Sie sind wahre Dauerkostenfallen und schmälern oftmals den Geldbeutel unberechtigterweise. Manche Versicherungen, Telefonverträge und Mitgliedschaften buchen Monat für Monat Geld ab, ohne dass du sie womöglich brauchst. Sie haben deshalb auch eigentlich nichts auf deinem Kontoauszug verloren.

Hobbies: Nein, wir wollen dir nicht den letzten Spaß am Leben nehmen. Aber er muss eben nicht immer Geld kosten. In vielen Fällen gibt es kostenlose oder günstigere Versionen. So können zum Beispiel Bücher und Filme geliehen oder Online-Medien und Apps mit Werbung genutzt werden.

Die zwei größten Probleme, die wir immer wieder hören:

  1. Ich kann aber einfach nicht aufhören Geld auszugeben.

Verstanden! Das mit der Selbstkontrolle ist ja auch so eine Sache. Wenn du sie nicht ohne Weiteres in den Griff bekommst, richte zum Beispiel einen monatlichen Dauerauftrag ein, der automatisch für dich spart. Pro Tipp: Bezahle weniger mit Kreditkarte, sondern nutze lieber Bargeld, um deine Finanzen buchstäblich im Blick zu behalten.

  1. Mir reicht mein Gehalt nicht, um Geld zur Seite zu legen.

Immer mehr Deutsche müssen sich einen Zweitjob suchen. Es ist also leider völlig normal, wenn dein Vollzeitjob dich nicht zur Super-Sparerin werden lässt. Aber vielleicht gibt es dennoch die ein oder andere Stelle an der sich zumindest weniger ausgeben lässt. Selber Kochen, statt Essen zu bestellen, ein günstigerer Handytarif oder vielleicht sogar eine kleinere Wohnung klingen vielleicht nicht cool, aber lassen dich womöglich eben auch ruhiger schlafen.

Unterm Strich

Geld ist nicht nur dafür da ausgegeben zu werden. Klar, mag Sparen auf den ersten Blick mühsam wirken, doch sich ständig Sorgen um die Finanzen machen zu müssen, ist auch nicht besser. Setz dir deshalb ein Ziel: wenn du weißt wofür du sparst, wird es dir um ein Vielfaches leichter fallen.