07 April 2020

Wie du lernst deine Ängste zu meistern

Die Story

Jeder Mensch hat Ängste. Über 12 Millionen Deutsche leiden sogar unter einer Angststörung. Man darf also durchaus von einer Volkskrankheit sprechen. Kommen unvorhersehbare Ereignisse wie die Corona-Krise auf einen zu, können diese schnell Überhand nehmen. Hier sind Strategien, um deine Ängste zu überwinden.

Was hat es mit meinen Ängsten überhaupt auf sich?

Angst ist eine biologisch sinnvolle Reaktion: wenn Gefahr droht, sorgt sie dafür, dass Energie für Flucht oder Kampf in unserem Körper mobilisiert wird. Die meisten Ängste sind auch entsprechend in der Evolution angelegt und dienen als Alarmsystem, um dein Leben zu schützen.

Kann ich die Ängste dann überhaupt loswerden?

Das Gehirn ist neuroplastisch, das heißt, dass es veränderbar ist. Du kannst dein Verhalten also aktiv verändern und dadurch auch automatische Reaktionen, wie deine Ängste, beeinflussen. Es geht dabei aber nicht darum diese zu verdrängen, sondern viel mehr zu lernen sich ihnen zu stellen und mit ihnen umzugehen.

Hier sind ein paar Tipps, um deine Ängste zu bewältigen:

In die Konfrontation gehen: je öfter du eine Situation vermeidest, die dir Angst macht, umso bedrohlicher wirkt sie. Deshalb Augen zu und durch! Denn sobald sie den Höhepunkt erreicht hat, tritt automatisch ein Nachlassen ein.

Akzeptieren: Justin Bieber, Madonna und andere Stars haben sich öffentlich zu ihrer Angststörung bekannt. Es ist also völlig in Ordnung Ängste zu verspüren. Sei es vor Prüfungen, der anstehenden Präsentation oder dem ersten Date. Versuche die Daseinsberechtigung deiner Ängste zu akzeptieren. Denn dadurch nimmst du sie bewusst wahr und machst den ersten Schritt, um mit ihnen umgehen zu lernen.

Ändere deine Bewertung: wie sagt man so schön, alles beginnt im Kopf. So ist es auch mit deinen Ängsten. Formuliere deshalb die Situation um. Statt negativen Konnotationen nutzt du künftig positive, um die Situation in ein anderes Licht zu rücken.

Entspann dich: jeder reagiert anders auf die Angst. Oftmals zeigt sie sich jedoch in körperlichen Symptomen (Sprich: Schweiß, Schwindel und ein schneller Herzschlag). Durch Entspannungsübungen kannst du diese hoffentlich in den Griff bekommen. Mit dieser App machst du einen Anfang.

Ablenkungsmanöver: unsere Gedanken sind oftmals unser größter Feind. Damit die Negativen nicht Überhand nehmen, kannst du dich stattdessen mit positiven Dingen ablenken. Denk an deine Lieblingslieder, lustige YouTube-Videos oder eine Runde Sport.

Was ist mit meinen Ängsten in Zeiten von Corona?

Halte dich an die Fakten: statt Verschwörungstheorien über WhatsApp und anderen Kanälen Glauben zu schenken, solltest du dich lieber an seriöse Informationsquellen halten. Angefangen von der WHO und dem Robert Koch Institut bis hin zu Ministerien und Wissenschaftler*innen anerkannter Institutionen.

Leg das Handy weg: in Zeiten wie diesen werden wir regelrecht von schlechten Nachrichten überschwemmt. Es ist also kontraproduktiv zu versuchen deine Ängste mit mehr Informationen in Schach zu halten. Definiere deshalb klare Zeitfenster, in denen du dich informierst.

Halte deine Routinen aufrecht: wenn der Alltag auf einen Schlag wegfällt, kann das für viel Unsicherheit sorgen. Deshalb hältst du dich am besten an deinen normalen Tagesablauf. Selbst Treffen mit Freunden lassen sich per Zoom und Co. kurzerhand in die Tat umsetzen.

Und was wenn das alles nichts hilft?

Damit deine Ängste nicht deinen Alltag und deine Lebensqualität bestimmen, ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu suchen. Auf den ersten Blick mag das womöglich noch mehr Angst auslösen, aber es ist ein wichtiger Schritt, um aus dem Teufelskreis der Angst auszubrechen. Aller Anfang ist schwer: diese Online Therapie wurde von drei Gründerinnen auf die Beine gestellt. Das erste Gespräch ist kostenlos und du kannst anschließend selbst deine psychologische Begleitung wählen.

Unterm Strich

Je nachdem wie ausgeprägt deine Ängste sind, kommt jede Menge Arbeit auf dich zu. Doch die lohnt sich, denn sie haben oftmals einen großen Einfluss auf dein Leben und kosten dich ein Stück Lebensqualität.