19 März 2020

Wie du in deiner Beziehung über Geld sprichst

Ein Konto, zwei oder drei? 30 Prozent der Paare streiten übers Geld, wenn sie nur über ein gemeinsames, statt getrennten Konten verfügen. Klar, dass man nicht immer gleicher Meinung ist. Doch ein handfester Streit oder gar ein Grund für die Scheidung muss daraus ja auch nicht gleich werden.

So weit kommt es bei mir gar nicht. Ich spreche nicht gerne über Geld.

Kommunikation nicht nicht nur aller Anfang, sondern das A und O. Im besten Fall legst du gleich den Umgang mit dem gemeinsamen Geld fest. Gemeinsam mit deinem Partner versteht sich. Wir sind schließlich alle unterschiedlich: die einen gehören eher zur Fraktion der Sparer und andere geben ihr Geld gerne mit vollen Händen aus. Gehen eure Konsumgewohnheiten weit auseinander, dann legt ihr entsprechende Grenzen fest. Jeder behält zum Beispiel ein eigenes Konto, sodass ihr euch nicht ständig rechtfertigen müsst.

Wie spreche ich mit meinem Partner über Geld?

Ganz einfach: offen, ehrlich und am besten nicht einfach nebenbei. Geld spielt nun mal eine zentrale Rolle in all unserer Leben und deshalb spielst du am besten nicht nur zu Beginn mit offenen Karten, sondern sollte das Thema zum festen Bestandteil eurer Beziehung werden. Aller Anfang ist schwer – vor allem wenn der Gehaltsunterschied nicht gerade klein ist. Deshalb kann eine Vorwarnung auch oft wahre Wunder wirken, damit sich dein Partner oder deine Partnerin mental als auch emotional darauf vorbereiten kann.

Und dann gibt es da auch noch ein paar Regeln, um eine vertrauensvolle und offene Atmosphäre zu schaffen:

  • Höre aufmerksam zu.
  • Nicht unterbrechen, immer den Partner ausreden lassen.
  • Die Meinung des Anderen ist wichtig.
  • Kritisiere und verurteile den Anderen nicht.
  • Verstehe den Kommunikationsstil des Anderen.

Und über was spreche ich jetzt alles?

Lege deine finanzielle Situation dar. Sprich, was dein Nettogehalt angeht, die monatlichen Fixkosten sowie deine Ersparnisse. Daneben dürfen natürlich eure gemeinsamen Langzeitpläne nicht fehlen. Wenn ihr also Haus, Auto oder Kind plant, dann solltet ihr entsprechend gemeinsam festlegen wie ihr dafür Geld am besten Geld zur Seite legt.

Wie teile ich Geld mit meinem Partner?

Ein Haushaltskonto kann effektiv sein, um gemeinsame Fixkosten wie die Miete, Versicherungen oder das gemeinsame Auto als auch die Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Wenn du dich fragst, wie das geht: jeden Monat überweist ihr einen Beitrag auf das Konto, damit die anfallenden Ausgaben geregelt sind. Was über den täglichen Bedarf hinausgeht, kann dann jeder für sich bezahlen. So einfach! Pro Tipp: Für kleinere Anschaffungen lohnt sich das klassische Sparschwein. Täglich oder einmal pro Woche das Kleingeld aus dem Geldbeutel reinwerfen und am Ende des Monats dürft ihr euch freuen was dabei so alles hängen bleibt.

Müssen wir also immer halbe-halbe machen?

Nichts muss, alles kann. Zwar könnt ihr größere Anschaffungen immer durch zweiteilen, dennoch kann es dann dazukommen, dass einer von euch schnell über seinen Verhältnisse lebt. Sprich, der Besserverdiener kann seinem Gehalt entsprechend mehr auf das gemeinschaftliche Konto einzahlen. Das ist vor allem unabdingbar, wenn einer von beiden die Kinder betreut und somit nicht Vollzeit oder gar nicht arbeiten gehen kann. Denn zum Bittsteller wird niemand gerne.

Unterm Strich

Streitigkeiten rund ums Geld lassen sich in einer Beziehung leider nicht immer vermeiden. Wenn du aber offen und ehrlich darüber sprichst, dich an ein paar Regeln hältst, kannst du zumindest eine mögliche Trennung umgehen und musst dich weder für den Partner finanziell einschränken, noch über deine Verhältnisse leben.