17 April 2020

Wie du deine mentale Gesundheit in diesen Zeiten schützt

Die Story

Das Coronavirus mag zwar in erster Linie deinen Körper betreffen, aber auch deine mentale Gesundheit bleibt davor nicht bewahrt.

Erzähl mir mehr.

Ältere Menschen leiden besonders unter dem Kontaktverbot. Vor allem das Besuchsverbot in den Pflegeheimen trifft viele von ihnen hart. Jedoch kommen auch junge Menschen weniger gut mit dem Lockdown klar. Neue Studien belegen einen Anstieg von Depressionen und Angstzuständen.

Was ist der Grund dafür?

Stimmungstiefs sind völlig normal in Zeiten von Corona, denn die Krise bleibt nun mal ein Stresstest für uns alle. Konflikte lassen sich nicht einfach aus dem Weg gehen, die Liebsten nur aus der Ferne sehen und die finanzielle Unsicherheit sorgt für schlaflose Nächte. Die aktuelle Zeit kann aufgrund vieler Dinge zu einer Belastungsprobe werden – auch wenn du bisher psychisch gesund bist. Du bist also nicht alleine, was das betrifft.

Und wie merke ich, dass es mir nicht gut geht?

Die Begleiterscheinungen reichen von emotionalem Stress bis hin zu körperlichen Beschwerden (denk an: Herzrasen, Einschlafstörungen oder Müdigkeit). Die Symptome können sehr vielfältig sein. Damit es erst gar nicht so weit kommt, achtest du am besten auf deine seelische Gesundheit…

Was kann ich machen?

Bleibe in Kontakt:es ist super wichtig gesunde Beziehungen zu Freunden und Familie auch weiterhin zu pflegen. Ob es Menschen sind, die du ansonsten oft siehst oder dich mit alten Freunden wiedervereinst. Es gibt zum Glück viele Wege den Kontakt zu halten.

Sprich über deine Ängste:es ist normal sich ängstlich, frustriert oder einsam zu fühlen. Und gerade deshalb ist es auch völlig ok das mit anderen zu teilen –es kann dir im besten Fall sogar helfen. Falls du in deinem eigenen Umfeld niemanden kennst, dem du dich anvertrauen möchtest, kannst du auch Hotlines oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

– Natürlich ist das leichter gesagt, als getan: deshalb haben wir hier noch mehr Tipps, wie du deine Ängste in den Griff bekommen kannst. 

Kümmere dich um deinen Körper: esmag bequem sein den ganzen Tag auf der Couch zu verbringen und dich deinen Gelüsten hinzugeben. Aber deine körperliche Gesundheit hat eben auch einen großen Einfluss darauf wie du dich fühlst. Und eine gesunde Ernährung, regelmäßiger Schlaf und eine Runde Bewegung haben noch nie jemanden geschadet.

Nimm dir Zeit für dich:Selbstfürsorge steht in Zeiten von Corona ganz oben auf der Prioritätenliste. Gönn dir dein Lieblingsessen, einen gemütlichen Netflix-Abend oder widme dich anderen schönen Dingen.

– Pro Tipp: nimm dir am besten eine Auszeit vondeinem Bildschirm, denn blaues Licht ist nicht gerade förderlich für einen gesunden Schlaf und dein allgemeines Wohlbefinden.

Lenke deine Aufmerksamkeit um: hab jetzt keine Angst ein Kontrollfreak zu werden, aber überprüfe einmal deine Gedanken und versuche dich nur auf Dinge zu konzentrieren, die du beeinflussen kannst. Sprich, wie ernst du es mit der Hygiene nimmt, mit wem du sprichst und wo du deine Informationen hernimmst. Das kann dir nämlich helfen deine Emotionen in den Griff zu bekommen.

Halte deine Routinen aufrecht: kurzzeitig mag es verlockend klingen den Tag im Pyjama zu verbringen und das Bett nur für das Nötigste zu verlassen, auf Dauer sieht das aber anders aus. Denn wenn der Alltag auf einen Schlag wegfällt, kann das für viel Unsicherheit sorgen. Deshalb hältst du dich am besten an deinen normalen Tagesablauf – Wecker stellen und Anziehen inklusive.

Schalte dein Gehirn an: von nichts, kommt nichts. Nutze deine Zeit zumindest auch ein wenig sinnvoll. Bücher, Kreuzworträtsel oder Online Kurse – sie alle sorgen dafür, dass deine grauen Gehirnzellen auch weiterhin arbeiten. Zur Not kannst du natürlich auch deiner Kreativität freien Lauf lassen. Ja, wir meinen das sprichwörtlich!

Sei hilfsbereit: schon mal etwas vom Helfertherapie-Prinzip gehört? Ganz einfach – anderen zu helfen, macht dich mindestens genauso glücklich. Das sagen wir jetzt nicht nur so, das ist tatsächlich wissenschaftlich nachgewiesen.

Und was wenn das alles nichts hilft?

Damit deine mentale Gesundheit nicht deinen Alltag bestimmen, ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu suchen. Auf den ersten Blick lässt dich das womöglich nicht besser fühlen, aber es ist ein wichtiger Schritt, um aus dem Teufelskreis auszubrechen.

– Aller Anfang ist schwer: diese Online Therapie wurde von drei Gründerinnen auf die Beine gestellt. Das erste Gespräch ist kostenlos und du kannst anschließend selbst deine psychologische Begleitung wählen.

Unterm Strich

Wir freuen uns auch darauf, wenn alles vorbei ist. Doch die Krise kann eben auch ihre Spuren hinterlassen. Deshalb steht jetzt nicht nur deine körperliche Gesundheit, sondern auch dein mentales Wohlbefinden im Vordergrund.