25 März 2020

Was die Coronakrise für deinen Geldbeutel bedeutet

Mit der Ausbreitung des Coronavirus steigt nicht nur die Panik vor den gesundheitlichen Folgen, sondern auch die wirtschaftlichen. Experten gehen mittlerweile von der nächsten Finanzkrise aus.

Warum sind die Konsequenzen derartig gravierend?

China ist mittlerweile ein großer Spieler in der Weltwirtschaft. Das Land ist nicht nur die zweitgrößte Volkswirtschaft, sondern ist auch aus dem globalen Handel nicht mehr wegzudenken. „Made in China“ steht mittlerweile auf deiner Kleidung, dem Smartphone sowie anderen Technikgeräten. Mit fast 20 Prozent der gesamten Weltbevölkerung hat China zudem eine große Kaufkraft.

Mittlerweile sind jedoch viele Volkswirtschaften komplett lahmgelegt. 2,6 Milliarden Menschen dürfen ihr Haus nicht mehr verlassen. Geschlossene Geschäfte, stille Fließbänder und geparkte Flugzeuge sorgen für finanzielle Schwierigkeiten vom Großkonzern bis hin zum Selbstständigen. Auch dein Geldbeutel könnte das zu spüren bekommen…

Dein Gehalt könnte gekürzt werden…  Die Regierung geht davon aus, dass 2,35 Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein können. Bist auch du davon betroffen, dann musst du auf bis zu 40% deines Gehalts verzichten. Bei Selbstständigen fällt womöglich die komplette Einnahmequelle weg. Hier helfen Überbrückungskredite und Zuschüsse, damit du dich über Wasser halten kannst. Im Fall einer Quarantäne musst du dir hingegen erst einmal keine Gedanken machen. Deinen Lohn bekommst du in jedem Fall sechs Wochen weiter ausgezahlt. Anschließend wirst du auch noch weiterhin Dank des Krankengelds entschädigt.

Es wird günstiger an Kredite zu kommen… bisher hat die EZB die Zinsen nicht weiter gesenkt, dennoch fällt das Zinsniveau am Kapitalmarkt. Denn Anleger legen ihr Geld mittlerweile liebe in Staatsanleihen als Aktien an. Sprich, wenn du ein Haus oder eine Wohnung kaufen willst, kannst du dir Konditionen nahe des Rekordtiefs sichern.

Mit den Steuern kannst du dir Zeit lassen… Die Regierung lässt dich vorerst deine Steuern stunden. Sprich, die Vorauszahlung auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer kann erst einmal warten. Hierbei reicht es oftmals aus, wenn du begründet darlegst, dass du von der Coronakrise stark betroffen bist.

Deine Investments sahen bereits besser aus…Der Aktienmarkt legt derzeit eine Achterbahnfahrt hin. Die Preise werden nämlich stark von der Angst getrieben. Zu Kurzschlussreaktionen sollte dich der derzeitige Trend dennoch nicht verleiten. Sprich, lasse die Finger von deinen Notgroschen oder gar dem Schuldenmachen. Denn wie auch immer dich der Aktienmarkt derzeit betrifft, vergiss nicht: die Märkte sollten sich wieder beruhigen, wann weiß zwar keiner – aber Investieren ist eben wie eine Langzeitbeziehung. Bleib also bei deiner Strategie.

Deine Nebenkosten könnten nach oben gehen… in den eigenen vier Wänden zu bleiben, heißt auch, dass die Heizung länger läuft, du Serien und Filme streamst und häufiger kochst als zuvor. Was den Strom angeht, ist aber vorerst Entwarnung angesagt. Da der Verbrauch auf die gesamte Wirtschaft gerechnet rückläufig ist, dürften die Preise entsprechend nach unten gehen. Wenn du es genau wissen willst, dann sprichst du aber am besten mit deinem Anbieter über deinen Zählerstand. 

Tanken dürfte günstiger werden…Die anhaltende Quarantäne und Flugausfälle lassen die Nachfrage nach Öl stark sinken. Der Streit zwischen Saudi-Arabien und dem Rest der Opec gibt den Preisen gerade das Übrige. Das Erdöl könnte schon bald an seinem Tiefstpreis ankommen.

Der nächste Supermarkttrip könnte teurer werden…die Panik veranlasst den ein oder anderen zu Hamsterkäufen. Besonders Konserven, Nudeln und Toilettenpapier stehen hoch im Kurs. Bessert sich die Lage nicht in den kommenden Wochen, könnten die Preise steigen.

Deine Reisen solltest du nochmal überdenken… Deutschland hat mittlerweile eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Pauschalreise können deshalb kostenlos storniert werden. Dennoch ist die Lage nicht so übersichtlich was das ausländische Recht angeht. Willst du eine gebuchte Reise stornieren, solltest du dich mit dem Anbieter auseinandersetzen. Ansonsten könnte es sein, dass du auf den Kosten sitzen bleibst. Damit dir diese Sorgen bei der Buchung erspart bleiben, lohnt sich eine Reiseversicherung in jedem Fall. Auf die Bedingungen solltest du aber dennoch achten. Denn oft greifen die Versicherungen nur im Falle einer Erkrankung.

Unterm Strich

Das Coronavirus hat die Wirtschaft fest im Griff. Während sich viele Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit machen, sind Panik und unüberlegte Entscheidungen auch weiterhin fehl am Platz. Informiere dich über deine Möglichkeiten und spreche mit deinem Arbeitgeber, Familie und Freunden.