27 Januar 2020

Wann es Zeit ist für die Kündigung

Egal wie zufrieden du mit deiner momentanen beruflichen Situation bist, Jobwechsel gehören heutzutage zu jeder Karriere. Gehen oder bleiben ist jedoch eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist, denn mit den Chancen kommen natürlich auch Risiken.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um über einen Jobwechsel nachzudenken?

Wie bei so gut wie allem im Leben gibt es auch hier keinen perfekten Zeitpunkt. Typischerweise warten wir jedoch zu lange und stellen uns die Frage sehr häufig, bevor wir uns tatsächlich aktiv auf die Suche begeben. Was du vor diesem Schritt aber in jedem Fall wissen solltest, ist woher deine Unzufriedenheit überhaupt kommt. Den gleichen Fehler zweimal zu machen, willst du dir ersparen.

Wie finde ich das heraus?

Wenn du Tag für Tag frustriert deiner Arbeit nachgehst und die Minuten zählst bis du endlich Feierabend machen kannst, dann solltest du herausfinden was deine Unzufriedenheit auslöst. Die häufigsten Gründe hierfür sind:

  • Sinnlose Aufgaben
  • Tätigkeiten, die den Fähigkeiten nicht entsprechen
  • Mangelende Weiterentwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten
  • Schlechtes Betriebsklima
  • Harte Arbeitsbedingungen wie beispielsweise Dauerstress
  • Persönliche Differenzen

Reflektiere deine Gefühlslage – sprich, wann und weshalb du dich unglücklich fühlst – um die Auslöser deiner Unzufriedenheit herauszufinden.

Sobald ich das weiß, kann ich also kündigen?

Ganz so radikal solltest du im besten Fall dann doch nicht vorgehen. Es ist ratsam, wenn du erst einmal die Möglichkeiten bei deinem jetzigen Arbeitgeber ausschöpfst. Ergreife die Initiative und spreche deine Unzufriedenheit bei deinem Vorgesetzten offen an, um mögliche Lösungen zu finden. Schließlich ist es meist in euer beider Interesse, dass du zufrieden bist.

Wann soll ich mich also nach einem neuen Job umschauen?

Im besten Fall, wenn du weißt was du möchtest und ausschließen kannst, dass dir dein jetziger Arbeitgeber das bieten kann. Du solltest die Bedingungen kennen, die dich glücklich machen, damit du bei zukünftigen Bewerbungen darauf achten kannst und so bei einem neuen Arbeitgeber in eine positivere Zukunft blickst.

Woher weiß ich denn, dass der neue Arbeitgeber auch hält was er verspricht?

Gute Frage! Die Stellenausschreibungen versprechen häufig das Heitere vom Himmel. Deshalb solltest du deine Vorstellungsgespräche nutzen, um dich über die Unternehmenskultur, Arbeitsbedingungen und weitere Eckpunkte zu informieren. Plattforme wie Glassdoor, Xing und Kununu bieten außerdem Erfahrungsberichte von Mitarbeitern, sodass du in jedem Fall einen Blick hinter die Kulissen werfen kannst. Pro Tipp: Stelle lieber eine Frage zu viel als zu wenig, damit zeigst du schließlich auch Interesse an deinem zukünftigen Arbeitgeber. Plus Arbeitgeber schätzen es, wenn Bewerber wissen was sie wollen.

Zwei weitere Fragen:

Ich bin eigentlich zufrieden mit meinem Job. Habe aber ein höheres Gehalt in Aussicht?

Auch hier ist die Entscheidung definitiv alles andere als leicht. Eine Umfrage von Stepstone zeigt, dass für viele 18- bis 25-Jährige das Gehalt alleine Motivation genug ist, den Arbeitgeber zu wechseln. Doch wie sagt man so schön: Geld macht auch nicht glücklich – vor allem wenn die anderen Eckpunkte, dich alles andere als zufrieden stimmen. Betrachte deshalb immer alle Faktoren wie die Arbeitsbedingungen, Rentenversicherung und andere finanzielle Vorteile als auch das Betriebsklima.

Wie oft sollte ich denn meinen Job wechseln?

Laut einer Umfrage von StepStone Deutschland wechseln deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt alle vier Jahre den Arbeitgeber. Generell hängt das aber vor allem auch von deiner Berufsgruppe, dem Alter und anderen Faktoren ab. Du sollest die Motivation deines Jobwechels in jedem Fall begründen können, damit es nicht den Anschein erweckt, dass du nicht weißt was du möchtest und gerne schnell das Handtuch wirfst.

Unterm Strich

Gehe deinen Jobwechsel also überlegt an. Schaue dir das Gesamtbild an bevor du deinen jetzigen Job wegen einer scheinbar besseren Gelegenheit aufgibst. Denn ein Zurück gibt es in den meisten Fällen erst einmal nicht mehr.