12 März 2020

Fleisch essen, ja oder nein?

Immer mehr Menschen schränken ihren Fleischkonsum ein. Die Gründe reichen von ethischen, gesundheitlichen bis hin zu klimapolitischen. Es ist ein Thema, das nicht nur die Gesellschaft spaltet, sondern auch generell einige Vor- und Nachteile mitsichbringt. Warum es sich lohnt auf Fleisch zu verzichten und was die Risiken dabei sind, erfährst du hier.

Erzähl mir mehr.

Unterschiedliche Studien haben in den vergangenen Jahren die gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen Ernährung dargelegt. Demnach sollen Vegetarier deutlich seltener an Bluthochdruck, Diabetes sowie Gallen- und Nierensteinen leiden. Auch das Risiko an Herzerkrankungen sowie Krebs zu erkranken fällt deutlich niedriger aus.

Ist Fleisch also per se schlecht für mich?

Das wäre jetzt vorschnell zu beantworten. Denn Fleisch enthält hochwertiges Protein und versorgt dich mit B-Vitaminen, Eisen sowie Zink. Insbesondere was Vitamin B12 geht, kann es punkten. Dieses Allroundtalent steckt nämlich fast ausschließlich in tierischen Produkten, ist aber für wichtige Aufgaben im Bereich des gesamten Stoffwechsels zuständig.  Das Zauberwort lautet also: alles in Maßen. Geht es nach der deutschen Gesellschaft für Ernährung, dann sollte bei maximal 500 Gramm pro Woche Schluss sein. Pro Tipp: Vegetarier können den B12-Bedarf bei ausgewogener Lebensmittelauswahl über Eier und Milchprodukte decken. Ansonsten gibt es auch Nahrungsergänzungsmittel.

Aber Fleisch ist doch nicht gleich Fleisch.

Oftmals geht noch immer der Mythos um, dass weißes (sprich, Geflügel und Lamm) gesünder sei als rotes Fleisch (wie Rind und Schaaf). Zwar ist ersteres tendenziell magerer und hat weniger Cholesterin, jedoch variieren die Nährstoffgehalte viel stärker zwischen den verschiedenen Fleischteilen als Tierarten. Stichwort: Abwechslung.

Worauf sollte ich beim Kauf von Fleisch denn achten?

Regel Nummer eins lautet: wenn Fleisch, dann hochwertig. Allein schon aus ethischen Gründen solltest du beim Fleischkonsum die industrielle Massentierhaltung vermeiden. Zudem wurden in der Vergangenheit immer wieder Skandale über verunreinigtes Fleisch veröffentlicht. Das Problem: wie Billig-Fleisch hergestellt wird, muss nicht offengelegt werden. Am sichersten fährst du deshalb mit dem Bio Label, auf dieses gelten strenge Regeln.

Und was ist mit der Zubereitung?

Ideal ist es, Fleisch zu kochen oder mit wenig Öl zu braten. Achte dabei auf eine mäßige Bräunung. Denn wird Fleisch lange gegrillt oder gebraten, können Stoffe entstehen, die als krebserregend gelten. Ansonsten darfst du natürlich deine Chefkoch-Qualitäten ins Spiel bringen.

Unterm Strich

Fleisch Hin oder Her, die Debatte wird wahrscheinlich nie aufhören. Doch wie alles im Leben, hat jedes seine Vor- als auch Nachteile. Deshalb heißt das Zauberwort: auf das richtige Maß kommt es an.