Startpunkt: 5 Schritte zu mehr Veränderungen in Deinem Leben

Du kennst sie bestimmt, vielleicht bist du auch einer davon. Die Menschen, die seit Jahren in ihren Beziehungen oder Jobs unglücklich sein. Diejenigen, die immer wieder sagen, bald habe ich die Zeit meine Träume zu verwirklichen. Doch bald ist nun auch schon wieder drei Jahre her. 

Immer wieder stelle ich fest, dass viele Menschen erst etwas verändern, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen und es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Denn die Vertrautheit und Sicherheit des Status Quos gepaart mit Faulheit und Routine machen es meist schwer etwas zu verändern.  

Verlustängste hindern uns daran neue Dinge auszuprobieren.

Die Entscheidungspsychologie trägt dazu bei, indem wir uns Risiken und Gefahren bereits im Vorfeld ausmalen und aus Angst vor Verlusten zurückschrecken. Denn es schmerzt mehr, den schlechten Job zu verlieren, als die Chance auf einen besseren zu verpassen – schließlich „könnte es ja noch schlechter sein“. 

Zuerst erschaffen wir unsere Gewohnheiten, dann erschaffen sie uns.

John Dryden
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Die Macht der Gewohnheit.

Gewohnheiten vermögen oft so bequem sein, dass wir zu faul sind, Neues zu wagen und Dinge zu verändern. Tatsächlich passieren 95% unserer täglichen Entscheidungen im Unterbewusstsein – heißt sie passieren automatisch, sodass Du sie nicht einmal mitbekommst. Es sind Entscheidungen, die derart regelmäßig widerfahren, sodass sie dir bereits zur Eigenschaft geworden sind und Du sie als selbstverständlich empfindest. Wenn Du Veränderungen anstrebst, gilt es leider die entstandenen Muster zunächst zu brechen. Gleichzeitig sind Gewohnheiten aber auch der Schlüssel zum Erfolg. Wir müssen akzeptieren, dass der Mensch schlichtweg ein Gewohnheitstier ist. Deshalb helfen neue Gewohnheiten dabei, Veränderungen zu realisieren. Denn sobald Du ei

Wir sind Meister darin am Status Quo festzuhalten.

Statt proaktiv Neues zu wagen, warten wir meist darauf, dass Veränderungen von außen auf uns zu kommen – Veränderungen mit denen wir zurechtkommen müssen auch wenn wir diese nicht initiiert haben. Heißt wir passen uns dementsprechend an und finden uns langsam mit neuen Gegebenheiten zurecht – nachdem der Partner sich getrennt oder die Firma uns entlassen hat. Oft stellen wir dann sogar fest, dass es uns und unserem Leben gut getan hat! Denn die möglichen Vorteile und Chancen, die mit Veränderungen einhergehen, sehen wir im vornherein meist nicht. 

Lerne Veränderung aktiv einzugehen.

Aus diesem Grund müssen lernen mit Veränderungswünschen umzugehen sowie Strukturen und Gewohnheiten in unserem Leben schaffen, die kontinuierliche Veränderungen ermöglichen. 

Startpunkt: In 5 Schritten zu mehr Veränderung

1. Definiere die Ausgangslage.

Werde Dir zunächst über die verschiedenen Bereiche deines Lebens bewusst. Nimm Dir Zeit, um Deine Zufriedenheit mit diesen zu reflektieren und einzuordnen. Wie glücklich bist Du mit Deiner Partnerschaft und familiären Situation? Wie steht es um Deine Gesundheit? Wie zufriedenstellend empfindest Du Deine Arbeit oder Ausbildung und finanzielle Situation? Bist Du ruhig und gelassen und nimmst Dir genügend Zeit für Dich? Werde Dir nicht nur über Deine Gegenwart bewusst, sondern reflektiere auch über Deinen Optimismus und Pläne für die Zukunft? Welche Bereiche erfordern mehr Achtsamkeit und Verbesserung? Verfasse eine Liste mit all diesen Bereichen und bewerte diese anhand einer Skala von eins bis fünf. Überlege auch, welche Bereiche sich bereits zu verbessern scheinen und welche sich hingegen zunehmend verschlechtern. 

2. Finde den Bereich Deines Lebens mit dem größten Verbesserungspotential.

Das Leben ist geprägt von Veränderungen und so durchgehst Du in jedem Bereich Deines Lebens positive als auch negative Phasen. Nun ist es an der Zeit Dich für einen Bereich zu entscheiden, der Dich am häufigsten unglücklich macht. Es geht zunächst nicht darum was die Gründe für Dein Empfinden sind, sondern um das Ausmaß des negativen Einflusses auf Dich und Dein Leben. Welcher Bereich hat die niedrigste Wertung in Deiner Analyse und scheint sich gleichzeitig auch in naher Zukunft nicht von alleine zu verbessern.

3. Erstelle Deinen Fahrplan zur Verwirklichung positiver Veränderungen.

Überlege Dir welche Faktoren sich verändern müssen, damit Du den von Dir gewählten Lebensbereich als sehr zufriedenstellend beurteilen könntest. Versetzte Dich in die bestmöglichste Lage Deines Szenarios, notiere diese und nutze sie als Motivation. Definiere nun konkrete Ziele, die umsetzbar, zeitlich-begrenzt und realistisch sind, um Dich zu diesem Endszenario zu führen.

4. Entfache das Gewohnheitstier in Dir.

Wie bereits erwähnt, die Gewohnheit ist Meister über alle Dinge. 95 Prozent unserer täglichen Entscheidungen passieren im Unterbewusstsein – heißt sie passieren automatisch, sodass Du sie nicht einmal mitbekommst. Es sind Entscheidungen, die derart regelmäßig wiederfallen, sodass sie dir bereits zur Eigenschaft geworden sind und Du sie als selbstverständlich empfindest. Diese gilt es nun aufzubauen, um die Notwendigkeit der Willenskraft einzuschränken und deine Faulheit zu besiegen.

Motivation lässt dich loslegen. Die Gewohnheit lässt Dich weitermachen.

Jim Rohn
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5. Entkräfte das schlimmste Szenario und sei mutig.

Weg mit den Zweifeln und negativen Gedanken. Ok, einmal darfst Du noch! Überlege Dir was das schlimmste Resultat sein könnte. Dein Ziel ist es den Job zu kündigen, aber Du hast Angst keinen Neuen zu finden? Du bist unglücklich in Deiner Beziehung, möchtest aber die Chance auf eine zeitnahe Familienplanung nicht verspielen? Oder wolltest schon immer ein Startup gründen, siehst Dich aber gleichzeitig bereits insolvent mit einer gescheiterten Idee? Sind diese Risiken in Realität wirklich so schlimm wie Du sie dir ausmalst? Denn der Arbeitsmarkt ist mehr als positiv und wir befinden uns noch immer in einem enormen Fachkräftemangel. Du warst bereits Single bevor Du Deinen jetzigen Partner kennen gelernt hast und mit Tinder & Co gibt es theoretisch mehr als genügend Möglichkeiten jemanden Neuen kennen zu lernen. Und falls Dein Startup scheitert, haftet in meisten Fällen das Unternehmen und nicht Du persönlich. Scheitern ist nicht schön, aber die größten Fehler im Leben sind meistens auch die größten Lehrstunden und das ist, was das Leben ausmacht.

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